Gender

Frauen in Führungspositionen: ein Wirtschaftsfaktor

von Steffen Greschner am 28. Juli 2011

Frauenquote ist ein Schlagwort, das politisch meist im Zusammenhang mit Gender und Gleichstellung benutzt wird. Der wirtschaftliche Faktor geht schnell unter.

Warum Frauen Unternehmen aber gerade wirtschaftlich vorwärts bringen, kommt in einem Interview auf hrweb.at zur Sprache:

Aus den globalen Trends, die die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen heute prägen, ragen zwei heraus: die Beschleunigung durch technologische Innovation und die globale Verfügbarkeit von Know-how und Talenten. Als Folge davon beobachtet man bei den Unternehmen einen Trend zu Matrixstrukturen – also zu Strukturen, die nicht mehr auf Kontroll- und Kommandostrukturen top-down basieren, sondern in denen es viel mehr darauf ankommt, unterschiedliche gleichberechtigte Interessen zu einer optimalen Entscheidung zu führen. Und diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Das heißt, künftig haben wir es immer mehr mit Netzwerkorganisationen zu tun, in denen kleine Unternehmenseinheiten produktiv und innovativ zusammenarbeiten. Damit rücken neue Kernkompetenzen in den Vordergrund.

(…)

Es wird beispielsweise zunehmend wichtig, stärker in den Dialog zu treten und zu einem Perspektivenwechsel fähig zu sein; des Weiteren in produktiven Streitgesprächen zu optimalen Ergebnissen zu gelangen und ein wechselseitiges, auch interkulturelles Verständnis zu entwickeln. Die Basis dafür ist ein ausgeprägtes Maß an Emotionaler Intelligenz – also die Fähigkeit, die Ursachen und Konsequenzen des eigenen Verhaltens und des Verhaltens anderer zu reflektieren, zu antizipieren und nachzuvollziehen.

Kompetenzen die meist eher Frauen zugeschrieben werden.

Warum eine gesetzlich vorgeschrieben Quote dabei zu kurz greift, zeigen Erfahrungen in Norwegen. Wenn man sich die Zahl der selbstständigen Gründerinnen in Deutschland anschaut, wird klar, dass wir andere Motivationen und Angebote brauchen.

{ 0 Kommentare }