Die Netzbewegung hadert mit der Bedeutungslosigkeit

von Steffen Greschner am 10. April 2013

Die Debatte über die Macht oder besser die fehlende Macht der Netzbewegung wurde von Politik-Digital schön aufbereitet.

Neben einer Unfähigkeit zur strategischen Agendasetzung, sprachlichen Abkapselung und einer politischen Bündnisschwäche bescheinigt Lobo der deutschen Netzszene vor allem eine falsche Selbsteinschätzung ihrer gesellschaftlichen Reichweite und politischen Relevanz. Dabei geht es ihm einerseits um das unter dem Begriff Filter-Bubble [1] subsumierte Phänomen, dass die technischen Eigenschaften sozialer Netzwerke die Wahrnehmung ihrer Nutzer unbemerkt verzerren. Andererseits spricht Lobo einen generationellen Spalt in der Netzbewegung an, der schon im Rahmen der europaweiten Anti-ACTA-Protesten des Jahres 2012 zu beobachten war [2]: Die Altvorderen der Netzbewegung sind kaum in der Lage, ihren adoleszenten Nachwuchs kulturell zu integrieren und drohen sich selbst in einer generationellen Blase zu verlieren.

Dazu passt auch der sehr lesenswerte Beitrag von Michael Seemann, der nicht mehr weiß, wo überhaupt vorne ist.

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